Diabetes & Risiko

Aufgrund der Risikosituation sollte eine kontinuierliche Optimierung der Riskofaktoren, hier insbesondere „der Geschwistererkrankung “  hoher Blutdruck angestrebt werden.

Die Hauptrisken bei Diabetes mellitus sind Herz-/ Gefäß- und Kreislauferkrankungen.

Weniger gefährliche, aber oft belastende langfristige Risiken liegen im Nerven-, Augen- und Nieren- Bereich, vorwiegend mit beschwerlichen Neuropathien (Nervenentzündungen),  Netzhautveränderungen und Nierenfunktionseinschränkungen u.v.a.m. Sie werden nicht selten überschätzt.

Die Gefäße des gesamten Körpers einschließlich der Herzkranzgefäße bilden eine gemeinsame und nicht selten betroffene „Endstrecke“ bei vielen „Wohlstands“-Erkrankungen (Fettstoffwechselstörungen, Hochdruck, Diabetes), sodass mittlerweile der Begriff metabolisch-vaskuläres Syndrom („MVZ“) vielen bereits schon geläufig ist. Dies gilt für Patienten mit Typ 2- in stärkerem Ausmaß ale bei Typ1- Diabetes mellitus. Hoher Blutzucker ist als ein “Gefäßgift”, allerdings in geringerem Ausmaß als der arterielle Bluthochdruck  zu sehen.

Diabetes & Durchblutung / Diabetes-Fuss-Syndrom

Die beiden Teilgebiete der Inneren Medizin–Angiologie und Diabetologie- überschneiden sich nicht nur selten, sondern häufig. Insbesondere bei den Fragestellungen von Menschen mit Diabetes mellitus sind sie oft zur Abklärung und Therapie von Krankheitsbildern, wie dem häufigen Diabetesfusssyndrom sowie den häufigen Durchblutungsstörungen, deckungsgleich.
Vom Diabetesfusssyndrom ist die hohe Rezidivrate nach dem erstem Auftreten von Ulcera (Geschwüren) bekannt. Regelmässige prophylaktische Fußuntersuchungen sind sinnvoll.
Eine Weichbettung der Füße kann einer Progression der Verschwielungen der Füße vorbeugen helfen.

Zudem ist eine regelmäßige Fußpflege mit Schwielenabtragung zur Vermeidung eines schlechteren Stadiums des Diabetesfußsyndromes wünschenswert.
Hier haben insbesondere Podologen eine Spezialausbildung vorzuweisen.

Gut kontrollierte Zuckerwerte begünstigen die Abheilung.
Nicht selten liegt eine zusätzliche diabetische Nervenstörung (diabetischen Polyneuropathie) vor. Eine optimale und nicht nur normnahe Blutzucker-Einstellung ist die Grundlage der Therapie zur Verbesserung dieses Leidens.
Bei der Versorgung des diabetischen Fuß-Syndromes werden bei Notwendigkeit ebenfalls bevorzugt die o. g. gefäßchirugischen/diabetologischen Abteilungen von unseren Patienten angesteuert.

Diabetes & Venen

Bei Menschen mit Diabetes mellitus kommen die generell nicht seltenen Venenerkrankungen häufiger als sonst in der Bevölkerung vor. Dies liegt wesentlich an der allgemeinen Bindegewebsschwäche sowie den besonders ausgeprägten Haut- und Muskelfettdepots.
Die Venenerkrankungen tragen zu den bei Diabetes mellitus nicht seltenen, komplexen Beinschwellungen oft bei.

Diabetes & Ödeme

Wassereinlagerungen der Beine sind nicht nur durch Lympherkankungen und Venenerkrankungen, sondern häufig auch durch Herzerkrankungen und / oder orthopädische Erkrankungen mitbedingt.

Bei Beinschwellungen –die auch beim Diabetes nicht selten sind- kommen nun Dr. Habermanns frühere Berufsausbildung- und Interessen mit einem hohen kardiologischen Anteil zum tragen, da diese Erkrankungen wie die Erkrankung Diabetes mellitus häufig einen komplexen internistischen Hintergrund aufweisen.

Diabetes & Arterien / arterielle Verschlusskrankheit

Durchblutungsstörungen liegen beim Diabetes häufig und nicht selten in Kombination mit einer diabetischen Nervenstörung (diabetischen Polyneuropathie) vor. Auffälligerweise besteht beim Diabetes die Lokalisation häufig symmetrisch am Unterschenschenkel.