Varizen/ Krampfadern


Chronisch venöse Insuffizienz (CVI) /Venenschwäche
Venenerkrankungen (Varikosis = Krampfadern)

Gefäßerkrankungen – nicht nur ein kosmetisches Problem
Was kribbelt denn da?

Gefäßerkrankungen interessieren heutzutage wegen der Häufigkeit der Krankheiten viele Menschen.

Zur Behandlung kommen dicke Beine / schmerzhafte Beine/ kribbelnde Beine/ kühle Beine und kalte Beine / Pt. mit Krampfadern und chronischer Venenschwäche / Bindegewebsschwäche / Schwellung / Lymphstau.
Venenerkrankungen werden häufig zu unrecht als kosmetisches Problem
betrachtet.

Bei zu langer Mißachtung drohen Folgeschädigungen des tiefen Venensystems, der Haut und der Gelenke.

Bei lang dauernder Venenerkrankung kann es aufgrund der chronisch venösen Schwäche unter anderem zu einer Folgeschädigung im tiefen Venensystem, der sekundären Leitinsuffizienz kommen. Dies sollte vermieden werden. Zudem bestehen nicht selten aufgrund der chronischen Venenerkrankungen dauerhafte Schwellneigungen der Beine, welche wiederum zu Gelenkseinsteifungen und hier wiederum zu dauerhaften Folgeschädigungen und u.a. zu einer Körpergewichtszunahme führen können.
Bei Venen- sowie Lympherkrankungen ist die Diagnostik mit modernem Farb- Ultraschall sehr präzise und aussagekräftig. Die Ultraschalluntersuchungen gehören zu den häufigsten technischen Anwendungen der Medizin. Der Ultraschall kann zudem absolut unbedenklich jederzeit wiederholt eingesetzt werden.

Im Allgemeinen ist ohne das fachärztliche Wissen eine Selbsttherapie nicht
möglich. Venenwalking im fortgeschrittenen Stadium der chronisch venösen Insuffizienz kann sogar schaden.

Für die Venenerkrankungen gibt es gut etablierte und vielfältige Behandlungsverfahren. Meist kann das Venenleiden gut operativ vielfältige Verfahren: konventionell, Vereisungsmethode[Kryotherapie] , CHIVA ), mit Ausschäumung in unserer Praxis, Laser oder mit Radiofrequenz-Therapie behandelt werden.
Die Venenverödung (Schaumverödung im Stamm- sowie Seitenastvenenbereich, Minisklerotherapie im Bereich von Besenreisern) ersetzt Operationen mit Narkose (Allgemeinnarkose/lokale Narkose) und Schnitte. Zunächst sollte allerdings für jeden Menschen das richtige Therapieverfahren bestimmt werden.

Warum müssen Varizen weg? Fragen Sie Dr. Habermann!

„Gummistrümpfe“ oder im Fachausdruck Kompressions-Strümpfe bzw. -Strumpfhosen sollten außer nach Expertenrat nicht länger als 6 bis 8 Wochen getragen werden. Fast immer ist eine Sanierung mit Behebung der Beschwerden möglich.

Gefäßkrankheiten werden nicht selten zunächst fälschlicherweise als harmlos eingestuft oder auf die Gelenke und die Muskulatur bezogen. Eine angiologische Diagnostik unter Einsatz einer Farbduplex-Untraschalluntersuchung kann rasch die Diagnose klären. Erst danach kann die Therapie optimal durchgeführt werden.

Vorteile der venösen Untersuchung mit Ultraschall ohne Kontrastmittel:

  • Vorteile der Untersuchung mit Ultraschall ohne Kontrastmittel sind die ausbleibenden Nebenwirkungen (zwar selten, kommen aber regelhaft vor):
  • Ausbleibende, allgemeine Komplikationsmöglichkeiten von Phlebographien:
    – keine Kontrastmittelallergien
    – keine Bradykardien / keine Druckanstiege im Lungenkreislauf
    – kein Kollaps / kein anaphylaktischer Schock
    – keine Blutdruckkrisen
    – keine Nierenschädigungen durch Kontrastmittel
    – keine Schilddrüsenschädigungen durch Kontrastmittel
    – kein Gefäßschmerz durch Kontrastmittel / Gefäßpunktion
    – keine Verstärkung einer vorbestehenden Herzschwäche
    – keine Emboliegefahr durch Kontrastmittel / Gefäßpunktion
    – keine Luftemboliegefahr
    – keine Blutvergiftungsgefahr
    – keine Thrombosegefahr durch Kontrastmittel / Gefäßpunktion
  • Ausbleibende, lokale Komplikationsmöglichkeiten von Angiographien/Phlebographien:
    – keine Blutung an der Punktionsstelle
    – keine Ausbildung eines arteriovenösen Kurzschlusses
    – keine Ausbildung eines Paravasates (Medikament / Kontrastmittel im
    Gewebe neben dem Gefäß)
    – keine Ausbildung einer Organschädigung durch KM-Überangebot
    – keine Ausbildung einer lokalen Nervenschädigung durch Punktion
    – keine Ausbildung einer lokalen Infektion
    – keine Ausbildung einer lokalen Thrombose

Das Beinvenensystem besteht aus einem tiefen und einem oberflächlichen Teil.

Sollte bei Ihnen ein ausschließliches Krampfaderproblem (= oberflächliche Venenerkrankung, allerdings auch in verschiedenen Ebenen ohne außen sichtbare Krampfadern möglich) vorliegen, gibt es 4 Möglichkeiten der Weiterbehandlung:

  • 1.) Die Operation. Falls Dr. Habermann Ihnen hierzu geraten hat, kann sie ambulant und/oder in spezialisierten Klinikabteilungen durchgeführt werden.
  • 2.) Andere Verfahren: z.B. Schaumverödungen auch größerer Krampfadern, Laserbehandlungen, Vereisungsentfernung, elektrische Verkochungen bzw. Hochtemperatur-Schrumpfungsmethoden.
  • 3.) Keine Behandlung. Dabei ist mit einer langsamen Zunahme der kosmetischen Probleme, aber auch der Beschwerden wie Beinschwellungen über die Jahre zu rechnen. Aus jahrzehntelang bestehenden Beinschwellungen können als Folgeproblem Gelenkseinsteifungen und „Säulenbeine“ durch das chronifizierte Ödem resultieren. Es kommen aber auch erfreulich unproblematische Verläufe vor, insbesondere bei geringer Ausprägung der Venenschwäche.
  • 4.) Kompressionstherapie. Hierunter nimmt die Krampfadererkrankung nur noch langsamer zu. Die Beschwerden werden, wenn vorhanden, gelindert. Das Anziehen und das Tragen ist mitunter etwas beschwerlich, meist aber nur anfangs.

Wir haben bei unseren Patienten mit mehreren Gefäß-Chirurgen sowie Krankenhäusern besonders große und gute Erfahrungen gemacht und können auf Nachfrage hier gern einen Rat geben.

Im Allgemeinen ist nach der technischen Untersuchung mit Ultraschall und Venendruckmessung ein erneutes Arztgespräch in ruhiger Atmosphäre zur Erläuterung der Gesamt-Situation zusätzlich zu den Untersuchungsterminen unentbehrlich.
Eine arterielle Durchblutungsüberprüfung vor Operation / Sanierung ist insbesondere bei Rauchern, Menschen mit hohem Risikoprofil und älteren Menschen sinnvoll.

Diesen Termin können Sie in aller Ruhe nach erfolgter Beinkompression hier erneut wahrnehmen.

Die notwendige Operation kann wegen der venösen Beinschwellungen mit stark wasserhaltigem Muskel- und Hautgewebe optimal nur am entstauten Bein gelingen. Deswegen sowie zur postoperativen Thrombosevermeidung sollte möglichst vor der Operation eine Entstauungsbehandlung erfolgen.

Insbesondere bei varikös verursachtem Venen-Hochdruck im Bein (bei Krampfadererkrankung und bei tiefen Beinvenenthrombosen möglich) ist im Allgemeinen eine Kompressionsbehandlung nötig. Wenn gleichzeitig eine arterielle Verschlusskrankheit oder eine Gelenkserkrankung vorliegt, sollte dies bei den Spezialverbänden Berücksichtigung finden.

Hier hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

  • 1.) Drei Tage vor dem Anmessen des Strumpfes im Sanitätshaus (oder im Einzelfall nach Arztinformation auch länger) muß das Bein von Hand mit speziellen Binden dünn gewickelt werden.
  • 2.) Nach dem Anmessen im Sanitätshaus (nur hier gibt es ausgebildete Bandagisten) muss das Bein täglich bis zur Fertigstellung des Kompressionsstrumpfes/der Strumpfhose weitergewickelt werden, damit der Kompressionsstrumpf / die Strumpfhose dann auf das weiter dünn gewickelte Bein perfekt passt. Hierdurch wird nicht nur die Beinschwellung weggedrückt, sondern auch die Venenfunktion verbessert.

Die Mitarbeiter am Empfang geben Ihnen ggf. auch schon vor dem Abschluss-
gespräch gerne die Telefonnummer und Adresse des entsprechenden
Arztes/Sekretariats bei geplanter Venen-Operation.

Die bei chronisch venöser Insuffizienz allgemein zu beachtenden Regeln:
Schwimmen, schnelles Gehen Ausdauer-Sport/Gymnastik sind oft vorteilhaft, Vermeiden von Wärme, Sonne, Sauna, Wärmflaschen, stehenden Tätigkeiten. Die Beine sollten möglichst oft hochgelagert werden, auf ausreichende Trinkmenge insbesondere im Sommer sollte geachtet werden. Schuhe mit flachen Absätzen sind zu bevorzugen, keine einengende Kleidung.