Weissfingererkrankung/ Raynaud Phänomen


Die nicht ungefährliche Kontrastmitteldarstellung ist oft vermeidbar.
Oft reicht die moderne Farbduplex-Bildgebung mit Doppler-Ultraschall sowie mit Finger-/Zehendurchblutungsmessung ohne den zusätzlichen Einsatz einer Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel aus. Es sollte so lange wie möglich auf invasive Untersuchungen verzichtet werden. Zudem werden zum Nachweis in unserer Praxis vorsichtige Kälteprovokationsteste durchgeführt. Haut- Temperaturmessungen sowie Wärmebildkameraaufnahmen können ergänzend zusätzlich hilfreich sein.
Oft ist das Raynaud-Phänomen ausreichend mit Allgemeinmaßnahmen sowie Medikamenten in den Griff zu bekommen.
Es bestehen zudem durch besondere Allgemeinmaßnahmen sowie durch Medikamentengabe gute Behandlungsmöglichkeiten.
Da das Raynaud-Syndrom dem klinischen Vollbild einer Sammel-Erkrankung/Vaskulitis um bis zu 5 Jahre vorausgehen kann, wird oft ergänzend zum Farbduplex eine Nagelfalz-Kapillarmikroskopie sowie eine angiologische Speziallabordiagnostik durchgeführt. Azetylsalicylsäure (ASS) ist hier komplett wirkungslos.

Es kommen primäre und sekundäre Formen vor.

Bei sekundären Formen bestehen eine Reihe von möglichen Ursachen, u.a. Arterienverschlüsse, Kollagenosen, neurologische Erkankungen, Schultergürtelsyndrome, Wirbelsäulenerkrankungen, Lebererkrankungen, venöse Verschlüsse, arteriovenöse Kurzschlüsse, Lungenerkrankungen, Hypotonie, periphere Embolisierungen z.B. nach Penicillininjektion i.m., Bluterkrankungen, Kältereaktivität bei sog. krankhaften Kälteagglutininen, endokrinologische Erkrankungen, Vergiftungen, medikamentöse Nebenwirkungen, Folge von Verletzungen, paraneoplastische Syndrome bei bösartigen Tumoren, bei bakteriellen Infektionen, Thesaurismosen oder lymphatischen Abflussstörungen.