Thrombose / Thrombophilie-Screening


Nach Beinvenenthrombosen, nach Lungenembolien, nach rezidivierenden Embolien der Arme, der Beine oder des Gehirns ist sicherlich u.a. eine Labordiagnostik überlegenswert.

Nach entsprechender Diagnostik (Thrombophilie-Screening) lässt sich das Wiederholungsrisiko einer Thrombose bzw. von Embolien in seltenen Fällen besser einschätzen und behandeln. Zudem kann eine gezielte Vorbeugung erfolgen.

Aufgrund einer bestehenden Risikokonstellation – nicht selten idiopathischer Thrombose (keine Ursache bekannt, keine Beweglichkeitseinschränkung, keine Hormone) – ist eine Thrombophiliediagnostik mit Wiedervorstellung zu einem Gespräch zur Erläuterung der thrombophilen Grundsituation und ggf. der therapeutischen Konsequenzen gelegentlich erforderlich. Zur Einschätzung des Thrombose-Rezidivrisikos (Wiederauftretensrisiko) sind erworbene und vererbte Risiken von Bedeutung. Laborchemisch könnten unter anderem folgende Parameter bestimmt werden: Aktiviertes Protein C–Resistenz(APC-R), ggf. Faktor V, Antithrombin III, Fibrinogen, Faktor VIII, Faktor 2-Mutation, Cardiolipin-Antikörper, Lupus-Antikoagulantien z.B. bei primärem oder sekundärem Antiphospholipid-Syndrom. Nur einzelne Störungen sind beeinflussbar, die meisten nicht oder wenig.
Typische Beispiele für erworbene Blutgerinnungsrisiken sind Immobilität nach Sportverletzung, Schwangerschaft oder Medikamenten-/ Hormon-Einnahme.