Thrombose


Bereits nach einer einzigen Thrombose, bei der keinerlei Ursache wie Immobilität oder Hormoneinahme als Hauptgründe festgestellt werden können, liegt bereits schon durch das erste Auftreten ein erhöhtes Grundrisiko der Wiederholung vor.

Ob Zusatzrisiken bestehen, wird im Rahmen der venösen Funktionsuntersuchungen sowie unter Umständen mit einer Laboruntersuchung der thrombophilen Risiken festgestellt. Anschließend wird das weitere Vorgehen für die nächsten Jahre festgelegt.

Aufgrund einer bestehenden Risikokonstellation – nicht selten bei idiopathischer Thrombose (keine Ursache bekannt, keine Beweglichkeitseinschränkung, keine Hormone) – ist eine Thrombophiliediagnostik mit Wiedervorstellung zu einem Gespräch zur Erläuterung der thrombophilen Grundsituation und ggfs. der therapeutischen Konsequenzen erwägenswert.  Einzelne Störungen sind behandelbar/beeinflussbar, andere nicht oder wenig.
Typische Beispiele für erworbene Blutgerinnungsrisiken sind Immobilität nach Sportverletzung, Schwangerschaft oder Medikamenten-/ Hormon-Einnahme.

Venenentzündung

Auch hier kann eine erhebliche Risikoerhöhung für neues Auftreten und tiefe Thrombosen sowie Lungenembolien festgestellt werden. Die Venenentzündungen(Thrombophlebitiden) werden mittlerweile in einem gemeinsamen Komplex mit den tiefen Beinvenenthrombosen als venöse Thromboembolie aufgrund ihrer gemeinsamen Risiken zusammengefasst.