Home » Med. Untersuchungen » Farbduplex- Sonographie » Fehlermöglichkeiten und notwendige Qualifikation

Die Bewertung der Farbcodierung ist ärztlich in vielfacher Form interpretationsbedürftig. Es sind vielerlei Fehl- und Mißdeutungen möglich („Alias- Phänomene“, gerätetechnische Fehleinstellungen, Missinterpretation des „digitalen Flow-Mapping“, Flussprofil-Interpretation, Tiefenveränderungen, Winkelkorrekturen, Intensität des systolischen und diastolischen Fluss-Signals etc.).

Der Erwerb der Erlaubnis zur Ultraschalluntersuchung (Gefäße, Echo, Abdomen, Schilddrüse, etc.) reicht nicht zur Anwendung der farbcodierten Sonographie aus. Hier müssen im Rahmen der Facharztausbildung und der nochmaligen Unterspezialisierung gesonderte ärztliche Fähigkeiten erworben werden, die nur wenige Ärzte zur Anwendung dieser farbcodierten Technik besonders qualifizieren.

Die Fähigkeit, diese Farbcodierung bestimmungsgemäß zur Echtzeit-Analyse der Gefäßströmungen und Organperfusion sowie der anderen umgebenden Strukturen (Muskeln) einzusetzen, erfordert eine bestimmte hohe Zahl an Untersuchungen an Gesunden und Kranken. Die persönliche-angiologisch-ärztlichen Fähigkeiten werden vor Genehmigung dieser Abrechnungsleistungen bei jeder KV durch eine Ultraschallkommission geprüft.