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twa jeder 5. Schlaganfall ist durch Engstellungen (Stenosen) der Halschlagadern (u.a. Carotis-Gefäße) bedingt. Die Stenosen sollten früh gefunden werden. Bei einem Voranschreiten der Verengung über einen gewissen Grad hinaus kann eine Operation (Thrombendarteriektomie) sinnvoll werden. Gelegentlich bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen wird in einigen Zentren von besonders erfahrenen Ärzten auch schon nach Röntgen-Angiographie eine Aufdehnung (Dilatation) mit Drahtgeflechteinbringung (Stent-Einsetzung) vorgenommen. Dies ist jedoch derzeit nicht die Regelversorgung. Die Methode konnte bislang noch nicht die Gleichwertigkeit mit der Operation nachweisen.
Durch Darstellung der Innenwand sowie mittels Ausmessung verschiedener Wandschichten kann eine prognostisch gute und individualisierte Einschätzung der zukünftigen Herz- und Gehirn-Infarktrisiken sowie der Herz- Kreislaufrisiken erfolgen. Es liegen vielerlei Studien zur anschließenden Herzinfarkt-Risikowahrscheinlichkeit vor. Der direkte Vergleich der prognotischen Einschätzung mit dem Kardio-CT und Kardio-MR steht noch aus. Bild: Gefäßlängsschnitt

Raum 2Bei den Koronar-Kalkbestimmungen mittels Kardio-CT und entsprechender Strahlenbelastung wären Vergleichstudien zu der Ermittlung der allgemeinen Arteriosklerose-Belastung im Bereich der Carotiden wünschenswert. Die Intima-Media-Dickenmessung an der Halsschlagader kann unseres Erachtens insofern weiterhin als adäquater Risikoparameter – ähnlich der Koronar-Kalkmessung- eingesetzt werden. Asymptomatische koronare Mehrgefäßerkrankungen (Herzkranzgefäßerkrankung) bzw. Hauptstammstenosen (Verengung der linken Herzkranzarterie vor ihrer Aufzweigung) liegen maximal geschätzt in 5-7% der KHK- Kranken vor. Diese Hauptrisikoformen früh zu finden, bessert offenbar statistisch für alle möglicherweise Betroffenen nicht die Überlebenswahrscheinlichkeit. Diese können also weder mittels der Koronar-Kalkbestimmung und mittels der Intima- Media Messung der Halsschlagader identifiziert werden. Die entscheidende Weichenstellung ist hier durch Anamnese sowie durch eine Ergometrie (Belastungs- EKG und Stressechokardiographie) möglich. Hier könnte sich ggf. bei Wunsch eine invasive bzw. eine nicht-invasive Koronardarstellung anbieten. Auch die nicht-invasive Technik ist hier schon sehr weit gediehen, aber nicht gleichwertig.

Stiftdoppler
an Halsgefäßen, transcraniell im Gehirn, der Beine, des Schultergürtels, der Arme, der Hände. Eine äußerst genaue Quantifizierung der Duplex-Ergebnisse sowie eine rasche Durchblutungsdiagnostik ist hierdurch möglich.