Nierenarterien


Veränderungen der Nierenarterien werden hinsichtlich Ihrer Bedeutung und der Interventions- / Operationsbedürftigkeit oft ausreichend mittels hochauflösendem Ultraschall eingeschätzt.
Aufgrund häufiger Risikofaktoren wie Hochdruck, Diabetes und Nikotin treten arterielle Durchblutungsstörungen der Halsschlagadern, aber auch der Beine, der Arme, der Hände und der Füße nicht selten auf. Bei der Ultraschall- Untersuchungen der Nierengefäße lässt sich früh eine Schlaganfallsgefahr sowie eine Herzinfarktgefährdung erkennen. Auch eine Beindurchblutungsüberprüfung sollte beim Nachweis einer Nierenarterienverengung erfolgen. Die schädlichen Auswirkungen von hohem Cholesterin und von anderen Risikofaktoren können hier summarisch direkt anhand des Gefäßwandbildes nachgewiesen werden.
Hier zeigt sich, dass der Mensch so jung oder so alt ist, wie seine Gefäße!
Sämtliche Risikofaktoren gehören auf den Prüfstand (z.B. Blutdruck, Blutzuckerwerte, Blutfette, Homocystein, evtl. auch Lipoprotein (a), Ausschluss von Herzembolien).
Danach erfolgt eine Risikoeinschätzung bzgl. der Schlaganfallsgefahr und der Herzinfarktgefahr! Bei den chronischen Nierenarterienverschüssen ist eine stadienbezogene Therapie (Medikamente, Rezidivprophylaxe, ggf. Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes) zu empfehlen.
Bei ausgeschöpften konservativen Therapiemöglichkeiten oder auch im akuten Fall erfolgt eine Operation – teils unter Einsatz von Kunststoff- oder eigenem Venenmaterial- zur Behebung von Verengungen / Überbrückung der unterbrochenen Blutversorgung, oder es findet im Rahmen einer Kontrastmittel-Angiographie eine Arterienaufdehnung/Wiedereröffnung mittels Katheter und Ballon (transcutane Nierenarterien-Angioplastie) statt.