Lungenembolie


Lungenembolien – also Verschlüsse eines oder mehrerer Lungengefäße – entstehen meist (95%) durch gelöste Blutgerinnsel aus Becken- oder Beinvenenthrombosen. Seltener sind sie durch Fettpartikel (Fettembolie), durch Luft (Luftembolie) oder durch Fremdkörper verursacht. Jeder dritte Patient mit Beinvenenthrombosen erleidet eine oft asymptomatische Lungenembolie. In Deutschland versterben pro Jahr ca. 20.000 bis 30.000 Menschen an einer Lungenembolie. Jeder 10. Patient mit Lungenembolie überlebt diese nicht. Jeder 3. Patient erleidet mehr als eine Lungenembolie. Die Erkrankungshäufigkeit ging durch konsequente, ärztliche Vorbeugung mit Blutverdünnung (Heparin, Tabletten) zurück, nicht aber die Zahl der Todesfälle. Die Krankheit ist schwer zu erkennen. Die Risikofaktoren entsprechen denen der Thrombose.
Auch die Vorbeugung ist identisch (siehe dort).

Welche Krankheitszeichen bestehen?
- eine Beinschwellung ist das häufigste Zeichen
- oft unspezifisch
- Luftnot
- Brustkorbschmerzen
- Husten, blutiger Auswurf
- Fieber

Meist löst das körpereigene Gerinnungssystem das Blutgerinnsel in der Lunge auf, sodass nur selten ein chronischer Lungenhochdruck als Folgeschaden entsteht. Nur in seltenen und hochakuten Fällen muss eine Auflösungsbehandlung (Lyse) oder Notoperation erfolgen.

Eine Krankenhausbehandlung bei Beinvenenthrombose kann das Lungenembolierisiko nicht mindern und die Überlebenswahrscheinlichkeit nicht erhöhen.