Bauchschlagader


Aufgrund häufiger Risikofaktoren wie Hochdruck, Diabetes und Nikotin treten arterielle Durchblutungsstörungen der Bauchaorta, den Halsschlagadern, aber auch der Beine, der Arme, der Hände und der Füße nicht selten auf.
Bei der Ultraschall-Untersuchungen der Bauchaorta lässt sich früh eine Schlaganfallsgefahr sowie eine Herzinfarktgefährdung erkennen. Die schädlichen Auswirkungen von hohem Cholesterin und anderen Risikofaktoren können hier summarisch direkt anhand des Gefäßwandbildes nachgewiesen werden.
Hier zeigt sich, dass der Mensch so jung oder so alt ist, wie seine Gefäße!

Fettstreifen (fatty straks) sind bei hohen Risikofaktoren bereits im Jugendalter nachweisbar.
Sämtliche Risikofaktoren gehören auf den Prüfstand (z.B. Blutdruck, Blutzuckerwerte, Blutfette, Homocystein, evtl. auch Lipoprotein (a), Ausschluss von Herzembolien).

Danach erfolgt eine Risikoeinschätzung bzgl. der Schlaganfallsgefahr / Herzinfarktgefahr. Bei den chronischen Arterienverschüssen der Bauchaorta wird eine stadienbezogene Therapie (Medikamente, Rezidivprophylaxe, ggf. Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes) notwendig.

Bauchschlagaderaufweitungen-/ Veränderungen werden zunächst hinsichtlich Ihrer Bedeutung und der Operationsbedürftigkeit eingeschätzt.

Bauchschlagaderaufweitungen (Bauchaorten-Aneurysma) kommen häufig vor.
Wie kann bei ausgebuchteter Bauchschlagader ein Platzen verhindert werden?
Sie können mittels hochauflösendem Ultraschall gut dargestellt und im Verlauf kontrolliert werden. Wegen der Rupturgefahr (Rissgefahr mit Einblutung in die Bauchhöhle) wird ab einer bestimmten Größe zur Sicherheit nach einer Kontrastmittel-Angiographie das Aneurysma saniert. Die OP-Ergebnisse sind bei Planung gut. Bei ausgeschöpften konservativen Therapiemöglichkeiten oder auch im akuten Fall, folgt eine Operation. Teils wird unter Einsatz von Kunststoffmaterial die Bauchaorta ersetzt/überbrückt oder es wird über die Beingefäße eine sogenannte endovaskuläre Prothese eingebracht. Eine endovaskuläre Prothese zur Innenauskleidung und Ausschaltung der Bauchaortenaufweitung ist aber nur bei bestimmten anatomischen Gegebenheiten technisch machbar.

Bei Verengungen (Stenosen) der Bauchaorta/ der Beckengefäße findet eine Arterienaufdehnung/Wiedereröffnung mittels Katheter und Ballon (transcutane Angioplastie) mit Stenteinbringung/ eine Rekanalisation oder eine Operation statt.